Senioren Union Alfter besucht die Deutsche Steinzeug in Witterschlick

18.09.2026

 

Die nächste Veranstaltung der Seniorenunion Alfter in 2026 erfreute sich wiederum hohen Interesses. 28 Teilnehmer fanden sich am 17. September bei kühlem, aber trockenen Wetter bei der Deutschen Steinzeug in Witterschlick ein, um einen Einblick in die Produktion und die weiteren Abläufe des Werkes zu erhalten. Unter qualifizierter Führung des Leiters des Betriebslabors, Herrn Blaum, bestaunten die Teilnehmer unter Leitung unserer Vorsitzenden der Seniorenunion Alfter, Brigitte Schächter, dem Schatzmeister der Seniorenunion Deutschland, Dr. Dieter Braun und dem Vorsitzenden des CDU Gemeindeverbandes Alfter, Jan Duensing, die Anlagen der Deutschen Steinzeug.

Am 3. Oktober 1889 wurde die Firma als Thonwerk Witterschlick, Firma Servais & Cie. als Handelsgesellschaft zur Herstellung von Verblendern und feuerfesten Produkten mit eigenen Tongruben gegründet. Nach einem Brand in 1904 und einer weiteren kompletten Zerstörung im Zweiten Weltkrieg erfolgte 1948 der Wiederaufbau. Heute werden in Witterschlick hochwertige Fliesen für inländische und ausländische Kunden produziert. Vieles geht dabei in Arabische Staaten. Der Rohstoff kommt zum Teil aus Norwegen (Lysit), Ton aus Witterschlick wird nicht mehr verarbeitet. Produziert werden 250 bis 300 Tonnen Fliesen pro Tag, das sind ca. 2 Mio m² Fliesen pro Jahr. Insgesamt werden in Witterschlick 210 Mitarbeiter beschäftigt, deutschlandweit sogar 1.000.

Die Führung orientierte sich am Produktionsprozeß vom Eingang der Rohstoffe (Anlieferung nur noch per LKW) bis zur Palettierung und Versand/Lagerung der fertigen Erzeugnisse. In der Diskussion wurden Fragen des Umweltschutzes, des Arbeitsschutzes sowie steigende Energiekosten infolge des Nahost-Konfliktes aufgebracht. Im Anschluss traf unsere Gruppe den Konzernbetriebsratsvorsitzernden und stv. Aufsichtsratsvorsitzenden. Er ging u.a. auf die Unternehmensrestrukturierung ein und hier vor allem auf die Folgen des Betriebsübergangs für die Arbeitnehmer und die allgemeine Wettbewerbssituation. Hauptsächliche Wettbewerber finden sich in Polen sowie Spanien.

Wiederum empfanden alle Teilnehmer, das sich dieser spannende Besuch sehr gelohnt hatte.

Bildnachweis: Bild 1 Frau Hellmann, in der Mitte in roter Schutzjacke Frau Schächter,  Bild 2 Frau Schächter